Eva Borrmann / PLAN MEE

UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER

Produktion
Besetzung
Kollektiv
Residenz in Heidelberg + Stuttgart
Biografie
Förderer*innen

Photo von Johannes Blattner
Eva Borrmann

Foto: Sebastian Autenrieth

»Egal, ob Musik, Film oder Buch – wir finden Kitsch überall. Kitsch kann etwas sehr Beruhigendes und Trostspendendes haben. Was mich besonders daran interessiert ist, dass Kitsch zu einem gesellschaftlichen Standard geworden ist, auch im Theater. Der Kitsch verneint jedoch menschlich unannehmbare Aspekte und genau das fasziniert mich und schafft eine Reibungsfläche. Mehrdeutigkeit, Individualität und Abstraktion finden keinen Platz mehr. Ich frage mich, was sich hinter dem Kitsch an Unmenschlichkeit auftun kann.«

— Eva Borrmann

Ich bringe meine Mutter zur Welt…. So beginnt die Erzählung UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER, in der sich Eva Borrmann in einer Solo Performance dem Bild der Mutter nähert. Sie rekonstruiert dabei prägende tänzerische Erlebnisse mit der eigenen Mutter, die sich jahrelang dem Flamenco hingab. So ist die Zeichnung der anmutenden Flamencotänzerin in Borrmanns Darbietung allgegenwärtig und formt zugleich ein Frauenbild, das nach seiner gegenwärtigen Position sucht. “Retrospektiv empfinde ich meine Mutter und den Flamenco als stark prägend – ein leidenschaftliches, starkes und lautes Frauenbild eröffnet sich mir. Nur wohin ist dieses starke und inspirierende Bild über die Jahre verschwunden?”

Eva Borrmanns performative Erzählung ist dabei schonungslos und schwankt zwischen sehnsüchtigen Hinwendungen zur Vergangenheit und glasklaren
Beobachtungen katastrophaler Familienereignisse. In sechzig Minuten wird ein vergangenes Wochenende im Familienkreis konstruiert, das bis heute nachhallt.
Reflexionen, tänzerische Ekstase und Fantasie werden zu einer brennenden Liebeserklärung an die eigene Biografie – ein Kampf zwischen Nostalgie und
Gegenwart. In dieser Performance verschmelzen Tanz und Text miteinander und bilden einen genreübergreifenden Theaterabend.

Premiere: 24.11.2022, Tafelhalle Nürnberg

Photo von Johannes Blattner
Eva Borrmann: UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER

Foto: Johannes Walter

Besetzung

Konzept, Choreografie, Performance: Eva Borrmann
Text, Dramaturgie: Urs Humpenöder
Musik: Wolfgang Eckert
Bühne, Kostüm: Daina Kasperowitsch
Dramaturgie: André Studt
Licht: Sasa Batnozic

Kollektiv

Seit 2015 produziert Eva Borrmann unter dem Label PLAN MEE Performances und Tanzstücke. Der sozial geformte Körper ist dabei Ausgangspunkt der tänzerischen Erkundung von gesellschaftlichen Perspektiven. PLAN MEE nimmt kulturelle Phänomene, Mythen, und transformative Rituale als Grundlage für die eigene künstlerische Forschung. In den künstlerischen Arbeiten von PLAN MEE kreiert Eva Borrmann eine Atmosphäre, die sich wie ein leicht brennender Balsam auf die Körper der Zuschauenden legt. Diese PLAN-MEE-Ästhetik wird vor allem in der Dunkelheit geboren, im Entzug sämtlicher Alltagsreize, und offenbart sich in einer fremdartigen Intimität. Über das arrangierte Zusammenspiel von Musik, Licht, Kostüm und Tanz tauchen die Zuschauenden in die abstrakten, meist über-sinnlich anmutenden Bilder ein.

Zum PLAN MEE Manifest (englisch)

Residenz in Heidelberg und Karlruhe

In der dritten Septemberwoche probt Eva Borrmann im INTER-ACTIONS Studio in Heidelberg. Bei Showings in Heidelberg und in den Räumen des FTTS in Stuttgart teilt sie im Rahmen der Residenz erstmals Auszüge aus der entstehenden Produktion mit dem Publikum und überprüft sie so.

Biografie

Eva Borrmann ist freischaffende Choreografin und Tänzerin. Nach ihrer Ausbildung im klassischen und zeitgenössischen Tanz arbeitete sie am Staatstheater Nürnberg mit Johann Kresnik, Joshua Monten und Laura Scozzi. In der Freien Szene arbeitete sie u.a. für Alexandra Pirici auf der Art Basel und für deufert&plischke auf K3/Kampnagel Hamburg. Eva Borrmann studierte „Dance and Performing Arts“ und „Arts Education“ am Institut für Theaterwissenschaft in Bern (CH).

Mit ihrer Compagnie PLAN MEE wurde sie zu Festivals und Residenzen in Linz, Athen, Köln und München eingeladen. Sie vermittelt ihre künstlerische Arbeit an Universitäten, bei Festivals, in Workshops, Tagungen und Seminaren – wie u.a. beim Fachtag „Vermittlung“ im Rahmen des tanz.tausch Festivals in Köln im Jahr 2016. Als Choreografin ist sie Teil des „Bodies of Care“ Projektes des Goethe Instituts Indonesien. Für die Jahre 2021 – 2023 erhielt sie die Impulsförderung der Stadt Nürnberg.

➞ www.planmee.de

Eva Borrmann / PLAN MEE

UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER

Photo von Johannes Blattner
Eva Borrmann

Foto: Sebastian Autenrieth

»Egal, ob Musik, Film oder Buch – wir finden Kitsch überall. Kitsch kann etwas sehr Beruhigendes und Trostspendendes haben. Was mich besonders daran interessiert ist, dass Kitsch zu einem gesellschaftlichen Standard geworden ist, auch im Theater. Der Kitsch verneint jedoch menschlich unannehmbare Aspekte und genau das fasziniert mich und schafft eine Reibungsfläche. Mehrdeutigkeit, Individualität und Abstraktion finden keinen Platz mehr. Ich frage mich, was sich hinter dem Kitsch an Unmenschlichkeit auftun kann.«
— Eva Borrmann

Produktion
Besetzung
Kollektiv
Residenz in Heidelberg + Stuttgart
Biografie
Förderer*innen

Ich bringe meine Mutter zur Welt…. So beginnt die Erzählung UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER, in der sich Eva Borrmann in einer Solo Performance dem Bild der Mutter nähert. Sie rekonstruiert dabei prägende tänzerische Erlebnisse mit der eigenen Mutter, die sich jahrelang dem Flamenco hingab. So ist die Zeichnung der anmutenden Flamencotänzerin in Borrmanns Darbietung allgegenwärtig und formt zugleich ein Frauenbild, das nach seiner gegenwärtigen Position sucht. “Retrospektiv empfinde ich meine Mutter und den Flamenco als stark prägend – ein leidenschaftliches, starkes und lautes Frauenbild eröffnet sich mir. Nur wohin ist dieses starke und inspirierende Bild über die Jahre verschwunden?”

Eva Borrmanns performative Erzählung ist dabei schonungslos und schwankt zwischen sehnsüchtigen Hinwendungen zur Vergangenheit und glasklaren
Beobachtungen katastrophaler Familienereignisse. In sechzig Minuten wird ein vergangenes Wochenende im Familienkreis konstruiert, das bis heute nachhallt.
Reflexionen, tänzerische Ekstase und Fantasie werden zu einer brennenden Liebeserklärung an die eigene Biografie – ein Kampf zwischen Nostalgie und
Gegenwart. In dieser Performance verschmelzen Tanz und Text miteinander und bilden einen genreübergreifenden Theaterabend.

Premiere: 24.11.2022, Tafelhalle Nürnberg

Besetzung

Konzept, Choreografie, Performance: Eva Borrmann
Text, Dramaturgie: Urs Humpenöder
Musik: Wolfgang Eckert
Bühne, Kostüm: Daina Kasperowitsch
Dramaturgie: André Studt
Licht: Sasa Batnozic

Photo von Johannes Blattner
Eva Borrmann: UN AMOR oder DIE ERFINDUNG MEINER MUTTER

Foto: Johannes Walter

Kollektiv

Seit 2015 produziert Eva Borrmann unter dem Label PLAN MEE Performances und Tanzstücke. Der sozial geformte Körper ist dabei Ausgangspunkt der tänzerischen Erkundung von gesellschaftlichen Perspektiven. PLAN MEE nimmt kulturelle Phänomene, Mythen, und transformative Rituale als Grundlage für die eigene künstlerische Forschung. In den künstlerischen Arbeiten von PLAN MEE kreiert Eva Borrmann eine Atmosphäre, die sich wie ein leicht brennender Balsam auf die Körper der Zuschauenden legt. Diese PLAN-MEE-Ästhetik wird vor allem in der Dunkelheit geboren, im Entzug sämtlicher Alltagsreize, und offenbart sich in einer fremdartigen Intimität. Über das arrangierte Zusammenspiel von Musik, Licht, Kostüm und Tanz tauchen die Zuschauenden in die abstrakten, meist über-sinnlich anmutenden Bilder ein.

Zum PLAN MEE Manifest (englisch)

Residenz in Nürnberg

In der dritten Septemberwoche probt Eva Borrmann im INTER-ACTIONS Studio in Heidelberg. Bei Showings in Heidelberg und in den Räumen des FTTS in Stuttgart teilt sie im Rahmen der Residenz erstmals Auszüge aus der entstehenden Produktion mit dem Publikum und überprüft sie so.

Biografie

Eva Borrmann ist freischaffende Choreografin und Tänzerin. Nach ihrer Ausbildung im klassischen und zeitgenössischen Tanz arbeitete sie am Staatstheater Nürnberg mit Johann Kresnik, Joshua Monten und Laura Scozzi. In der Freien Szene arbeitete sie u.a. für Alexandra Pirici auf der Art Basel und für deufert&plischke auf K3/Kampnagel Hamburg. Eva Borrmann studierte „Dance and Performing Arts“ und „Arts Education“ am Institut für Theaterwissenschaft in Bern (CH).

Mit ihrer Compagnie PLAN MEE wurde sie zu Festivals und Residenzen in Linz, Athen, Köln und München eingeladen. Sie vermittelt ihre künstlerische Arbeit an Universitäten, bei Festivals, in Workshops, Tagungen und Seminaren – wie u.a. beim Fachtag „Vermittlung“ im Rahmen des tanz.tausch Festivals in Köln im Jahr 2016. Als Choreografin ist sie Teil des „Bodies of Care“ Projektes des Goethe Instituts Indonesien. Für die Jahre 2021 – 2023 erhielt sie die Impulsförderung der Stadt Nürnberg.

➞ www.planmee.de